Die Entwicklung der Fuji FA-200 begann 1964 bei Fuji Heavy Industries Ltd. in Japan. Bereits am 12. August 1965 absolvierte der erste Prototyp mit einem 160-PS-Motor seinen Jungfernflug. 1967 erhielt die FA-200 die FAA-Zulassung in den drei Kategorien Normal, Utility und Acrobatic. 1968 folgte die leistungsstärkere Version mit 180 PS.
Erste Abnehmer waren neben japanischen Fliegerclubs auch die All Nippon Airways und die japanische Luftwaffe, die die Maschine als Schulflugzeug einsetzte. Nach Deutschland kam die FA-200 erstmals 1970 durch den damaligen Alleinimporteur Panoramaflug in Egelsbach. Die per Schiff angelieferten Flugzeuge wurden dort von der Firma Röder Präzision montiert, abgenommen und eingeflogen.
Besondere Merkmale der FA-200
Auf den ersten Blick wirkt die FA-200 wie ein konventioneller Tiefdecker mit starrem Fahrwerk. Bei näherer Betrachtung fallen jedoch drei markante Eigenschaften auf:
Tatsächlich ist die FA-200 rund 80 cm länger und 35 cm höher als die vergleichbare Piper Cherokee. Die langen Leitwerkshebelarme sorgen für ausgezeichnete Stabilität und gute Manövriereigenschaften, während das hohe Fahrwerk dem Propeller eine großzügige Bodenfreiheit bietet. Mit einem Leergewicht von etwa 50–60 kg mehr als vergleichbare Modelle ist die FA-200 zwar etwas schwerer, dafür aber mit einer positiven Lastvielfachen von +6 g deutlich robuster als die meisten Konkurrenten. Dies macht sie nicht nur sehr sicher, sondern auch für einfachen Kunstflug geeignet.
Weitere technische Highlights
Alles in allem war die Fuji FA-200 bereits in den 1960er und 1970er Jahren eine technisch ausgereifte und gelungene Konstruktion, die auch heute noch mit vielen modernen Flugzeugen mithalten kann. Leider wurde die Produktion Ende der 1970er Jahre aus Kostengründen eingestellt.